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Schlangen

Einleitung

Schlangen sind Reptilien >> (Kriechtiere) und haben keine Gliedmaßen / Gliedmassen. Es gibt über 2800 Arten. Sie sind wechselwarm und benötigen viel Wärme. Schlangen sind sehr scheu und verbergen sich tagsüber unter Baumstämmen, Wurzeln und Steinen. Sie sind alle Fleischfresser.
Zu ihren Delikatessen gehören: Mäuse, Ratten,
Vögel >>, Fische >>, Frösche >>.
 

Quelle des Bildes: wikipedia (GNU-Lizenz)
Bildautor: Marek Szczepanek
Große Schlangen (Anakonda und Python) erbeuten auch kleine Antilopen. Viele sind nützliche Insektenfresser, andere haben Giftzähne und können dem Menschen gefährlich werden.
Die Schlangen häuten sich während ihres Wachstums mehrmals, da die Haut  nicht mit dem übrigen Körper mitwächst. Dabei wird die Oberhaut abgestreift.
Wenn sich Schlangen fortbewegen, haken sie sich mit ihrer schuppigen Haut am Boden fest.
Schlangen haben einen starren Blick. Sie können ihre Augen nicht schließen, weil die Lider vor dem Auge zu einer durchsichtigen Haut verwachsen sind. Die Augen der Schlangen haben Augenkapseln.
Schlangen können Tiere fressen, die viel größer sind als ihr Kopf. Dabei öffnen sie ihr Maul sehr weit. Das können sie, weil ihre Kiefer nur lose miteinander verbunden sind.
Die Kiefer- und Gaumenknochen sind in Folge von Bänderverbindungen meist sehr dehnungsfähig.
Die Beute wird eingespeichelt und im Ganzen verschlungen.
Das Gehör ist bedeutungslos.
Der Geruchssinn ist für Beutefang und Sexualleben ausschlaggebend und wird durch
Züngeln >> ausgelöst. Durch Züngeln mit ihrer vorn gespaltenen Zunge können sie "riechen", das heißt, sie können Duftstoffe aufnehmen, die sie zu einem Geruchsorgan (Jakobsonsches Organ) im Maul weiterleiten.
Die Würgeschlangen umschlingen und erwürgen ihre Beute mit ihrem Körper bevor sie verschlungen wird.


Anakonda


Python

Es gibt zwei Gruppen von Würgeschlangen bzw. Riesenschlangen:
1.) Die eierlegende Pythonschlange (mit bezahnten Zwischenkiefer) Manche Schlangen legen bis zu 100 Eier.
2.) Die lebendgebärenden Boaschlangen (Boa und Anakonda)

Die Anakonda ist die längste und schwerste Schlange der Welt. Das bisher längste Exemplar war 10,26 m lang und damit länger als ein Bus. Im Durchschnitt werden Riesenschlangen 9 m lang. Die Anakonda kann vorzüglich schwimmen und die Boa constrictor kann gut klettern. Riesenschlangen können bis 50 Jahre alt werden.

Giftnattern gehören zu der Schlangengruppe mit Giftzähnen z.B. die Kobra. Ihre Giftzähne sitzen am Oberkiefer. Das Gift wird aus der Giftdrüse durch einen Kanal in die Giftzähne gedrückt. Die gefährlichsten Arten gehören zu den Kobras, Vipern und Klapperschlangen.
Außer der Riesenschlangen (Würgeschlangen) weisen alle Schlangenfamilien Vertreter mit
Giftdrüsen auf.
Die Gewöhnliche Puffotter ist eine der gefährlichsten Schlangen Afrikas. Da sie gut getarnt ist, kann man leicht auf sie treten und so einen Biss provozieren. Das tödliche Gift wird mit zwei Zentimeter langen Giftzähnen injiziert und es verursacht innere Blutungen.


Gewöhnliche Puffotter


Klapperschlange


Natter

Die Giftschlangen verfügen über hochwirksame Verdauungsfermente >>, die sie dem unzerstückelten Beutetier durch die äußere Haut hindurch beibringen müssen. Das führt dazu, dass sie sehr scharfe Magensäfte besitzen und die Beute sehr schnell auflösen.
Daraus entwickelten die Giftschlangen einen spezialisierten Tötungs- und Verteidigungsapparat.
Mit Giftdrüsen und Verbindungskanälen zu den als Injektionskanülen ausgebildete, teilweise aufrichtbaren Giftzähnen.
Im Übrigen beißen die Giftschlangen nicht, sondern sie stechen mit weit geöffnetem Maul
und mit in Stoßrichtung nach vorn gerichteten Giftzähnen blitzschnell zu.
Bei richtigem Zubeißen würde die Schlange mit den Zähnen in der Beute hängen bleiben und könnte von ihr, bevor die Giftwirkung eintritt, tödlich verletzt werden.


Das Schlangengift

Das Schlangengift ist eine geruch- und geschmacklose, wasserhelle bis goldgelbe Flüssigkeit, die die giftigen Schlangen beim Biss aus ihren Giftdrüsen absondern. Diese Gifte schädigen die Nerven oder das Blut des Opfers. Bei den Giftnattern, deren Gift sich besonders schnell im Körper ausbreitet, überwiegt die erstere Wirkung, bei den Vipern die letztere. Folgen des Schlangenbisses sind Schwindelgefühl, Bewusstseinsstörungen, Lähmung des Atemzentrums und Herzens. In wenigen Minuten kann der Tod eintreten. Hilfe bringt nur das Einspritzen eines Gegenmittels, des Schlangenserums, das in Schlangenfarmen aus Pferdeblut gewonnen wird. Man lässt Schlangen dazu das Gift in Schwämme entleeren und spritzt es in steigenden Dosen Pferden ein, die dann Antikörper bilden. Aus dem Gift einiger Schlangen werden auch Heilmittel hergestellt.
Jedes Jahr sterben 50.000 bis 100.000 Menschen an Schlangenbissen. Hier einige der gefährlichsten Giftschlangen:

Deutscher Name Verbreitung Todesfälle pro Jahr
Asiatische Kobras Asien 15.000
Sandrasselottern Asien, Afrika 10.000
Kettenviper Asien 5.000
Krait Asien 3.000
Lanzenottern Mittel- und Südamerika 3.000

Was sind Schlangenbeschwörungen?

Schlangenbeschwörungen werden vor allem in Indien häufig zu besonderen Schlangenfesten vorgeführt. Dabei veranlassen Schlangenbeschwörer die gefährlichen Kobras, die sie in Körben halten, zu "tanzen", wobei die Schlangen ihren aufgerichteten Vorderkörper hin- und herpendeln. Diese Wirkung wird nicht vom begleiteten Flötenspiel (denn Schlangen sind taub), sondern durch die schwingenden Körperbewegungen des Schlangenbeschwörers ausgelöst, die die Schlangen veranlassen, eine Angriffshaltung einzunehmen.
 


Kobra


 Die Klapperschlange

Sie gehört zu der Gruppe der giftigen Grubenottern, die vor allem in Nord- und Mittelamerika in Wüstengebieten leben. Sie haben am Schwanz bewegliche Hornringe, mit denen sie bei Gefahr durch Hin- und Herbewegen ein zischendes Geräusch erzeugen. 40 bis 60 mal, bei Hitze bis zu 98 mal pro Sekunde können die Ringe vibrieren. Man nimmt an, dass die trägen, schwerfälligen Klapperschlangen mit diesem Geräusch drohen und warnen wollen. Junge Klapperschlangen haben diese "Klapper" noch nicht, da sie aus den Resten von Häutungen gebildet wird. Die größte dieser Giftschlangen ist die Diamantklapperschlange (2,50 m lang und 10 kg schwer) im Mississippigebiet Nordamerikas.
 


Klapperschlange


 Die Kreuzotter

Kreuzottern sind neben der äußerst seltenen Aspisviper die einzigen in Deutschland und Österreich heimischen Giftschlangen. Kennzeichnend sind die auffallende dunkle Zickzacklinie auf dem Rücken. Die Färbung variiert beträchtlich, sie reicht von Braun über Grau und Olivgrün bis zu Kupferrot und Schwarz. Die Schwanzunterseite ist weiß, gelb-beige, grau oder auch rötlich gefärbt. Sie hat eine durchschnittliche Länge von 60 bis 75 Zentimetern. Der Kopf ist relativ schmal und nur wenig vom Hals abgesetzt. Die Pupillen sind senkrecht geschlitzt und die Iris ist häufig rotbraun oder rot gefärbt.
Die vorwiegend tagaktive Kreuzotter lebt bevorzugt in feuchten Biotopen wie Mooren, besiedelt aber auch lichte Wälder, Bahndämme und Steinbrüche, wenn diese nicht zu trocken sind.
Meist geht sie erst gegen Abend auf Jagd. Hat sie ein Beutetier (Mäuse,
Frösche >>, Eidechsen) bemerkt, schnellt sie vor und beißt mit den dolchartigen Giftzähnen zu. Der Biss der Kreuzotter kann auch für Menschen gefährlich werden, für Kinder ist er lebensbedrohend. Die Kreuzotter greift nur an, wenn sie gereizt wird.
Im Winter verkriechen sich die Kreuzottern in Erdhöhlen, verlassenen Tierbauten, hohlen Baumstümpfen oder Felsspalten.
Von April bis Mai erfolgt nach einer Winterruhe die Paarung, die bis zu 20 Jungen werden zwischen August und Oktober geboren. Sie sind nur etwas größer als ein Bleistift, aber besitzen schon voll ausgebildete Giftzähne.
Durch fortschreitende Umweltzerstörung, aber auch durch gezielte Dezimierungsmaßnahmen ist die Art stark zurückgegangen. Deshalb steht sie in einigen Ländern Europas unter Schutz, auch in Deutschland und Österreich.

Es gibt 6 Schlangenarten in Deutschland: die Ringelnatter, die Würfelnatter, die Schlingnatter, die Kreuzotter, die Äskulapnatter und die Aspisviper.

von Tabea
 


Kreuzotter

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Mehr zum Thema:

Die Kennzeichen der Lebewesen >>
Reptilien >>
Ringelnatter >>

 

Zuletzt bearbeitet und im bestehenden Text eingepflegt von:
 
 
Alexander, aus Bad Rappenau Deutschland, Klasse 5b, 21. August 2009, 12.03 Uhr:
Es gibt 6 Schlangenarten in Deutschland: die Ringelnatter, die Würfelnatter, die Schlingnatter, die Kreuzotter, die Äskulapnatter und die Aspisviper.
 
 
 
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